AKNE UND ROSACEA

Termine nach Vorgespräch mit Untersuchung und Feststellung des Schweregrads.

Unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten:
  • Manuelle Ausreinigung, medizinisch kosmetische Behandlung mit hochwirksamen Produkten – Beratung für die Heimpflege
  • Spezielle Rosacea Massage
  • Chemical Peel (Akne-Narben)
  • IPL Behandlung (Intensives Pulslicht)
  • Microdermabrasion (Akne-Narben, große Poren)
Medizinische manuelle Kosmetik Akne vulgaris und Rosacea:
  • Anamnese
  • Hautanalyse
  • Abreinigung
  • Dampfvaporisation
  • Ausreinigung von Mitessern, Milien und Pusteln, bzw.Abszessen
  • Medizinische Maske
  • Pflege
  • Beratung zu Krankheitsbild und Heimpflege

Interessantes zu den Krankheitsbildern Akne und Rosacea:
Akne:

Akne ist nur ein Überbegriff für die weltweit häufigste Hauterkrankung, von der 70-90% aller Jugendlichen betroffen sind, insbesondere im Gesicht und am Rücken. Allerdings kann die Akne auch im Erwachsenenalter auftreten und hat verschiedene Unterarten. Am bekanntesten ist die „gewöhnliche Akne“ (Akne vulgaris), die durch verstärkten Androgeneinfluss während der Pubertät auftritt und meist bis zum Ende des zweiten Lebensjahrzehnts wieder abgeklungen ist – bei circa 6% allerdings unter erheblicher Narbenbildung.

Allen Unterformen (die anhand von Lebensalter, Ursache und Schweregrad unterschieden werden) gemein ist das Vorliegen einer Erkrankung des Talgdrüsen-Apparates und der Haarfollikel. Beide entwickeln zunächst nicht entzündliche Comedonen (Mitesser) und führen später zu verschiedenen entzündlichen weiteren Erscheinungen, wie Papeln, Pusteln und Knoten.

Der Comedo, ist die primäre Effloreszenz (erste Erscheinung) der Akne. Ein Comedo entsteht, wenn der Follikelkanal des Talgdrüsenfollikels infolge übermäßiger Verhornung (Hyperkeratose) verstopft wird. Hornlamellen verdichten sich zu einem Pfropf, der den Ausgang des Follikelkanals vollständig verschließt und so zu einem Stau führt.
Comedonen sollten nicht ausgedrückt werden. Die Gefahr, einen Teil der Bakterien dabei tiefer in die Haut zu drücken und dadurch den Weg zur Bildung ausgedehnter Abszesse zu bereiten, ist sehr groß.

Diese Akne comedonica ist die leichteste Ausbildungsform. Sie zeigt sich in Form von wenigen Mitessern und nur leichten Entzündungen. Allerdings kann sie sich auch durch unsachgemäße Behandlung weiterentwickeln in eine Akne papulo-pustulosa. Diese zeichnet sich nunmehr schon durch Papeln und Pusteln aus und aufgrund dieser Entzündungsprozesse besteht bereits eine Gefahr der Narbenbildung, oder Weiterentwicklung in die Akne conclobata. Diese schwerste Form ist gekennzeichnet durch das Bild der papulo-pustulosa, jedoch treten zusätzlich bereits Fisteln und Knoten auf. Das Bindegewebe ist bereits verändert und verhärtet, und als Folgeerscheinung drohen erhebliche Vernarbungsprozesse.

Von innen verursachte Akne (Endogene Akne):

Die „gewöhnliche“ Akne, die Akne vulgaris, gehört zu der endogenen Akneform, da ihre Ursachen in inneren Veränderungen des Körperstoffwechsels liegen, in diesem Fall den hormonellen. Die von innen verursachte Akne kann in allen Lebensstadien auftreten und unterliegt nicht nur Hormonen. Sie kann als Akne neonatorum bereits im Neugeborenenalter auftreten, als Akne infantum im Kindesalter, oder – und nicht selten – als Akne tarda im fortgeschrittenen Erwachsenenalter. Oftmals kommen Patienten um die 40 Jahre aufwärts und sagen: „So etwas habe ich NIE gehabt, ich dachte so etwas gehört in die Teene-Zeit, doch jetzt stehe ich vor den Wechseljahren, das gibt es doch gar nicht“.
Doch. Das gibt es.

Akne kann ebenfalls „von außen“ verursacht werden (Exogene Akne):

Z.b. die sogenannte Mallorca Akne (Akne aestivalis), die nach UV-Einwirkung auftritt in Verbindung mit fetthaltigen Kosmetika, sonnenempfindlicher Haut, körpereigenem Talg und den eingesetzten Sonnenschutzcremes.
Diese Form kann man gut mit alternativen Produkten, Orthomolekularen Ergänzungsmitteln und den richten Kosmetika vorbeugend behandeln.

Weitere exogene Faktoren sind z.B. generell falsch eingesetzte Kosmetika (Akne cosmetica), Medikamente (Akne medicamentosa) wie z.B. Cortison, Antibiotika; zu hoch dosierte Vitamine der B- oder D-Gruppe oder auch bei Sportlern oft ein Anabolikamißbrauch.

Die Kontakt Akne (Akne venenata) tritt oftmals nach Kontakt mit Chlor, Ölen oder Teer auf.

Eine Sonderform der exogenen Akne ist die Akne inversa, die sich außerhalb des Gesichts- oder Stammbereichs entwickelt. Kennzeichnend ist eine oftmals sehr schwere Entzündung der Talgdrüsen oder Haarfollikel und zwar besonders im Bereich der Achseln, Leisten und der Gesäßfalte.

Bei der Akne egal welcher Genese, geht es darum die Ursache/die Auslöser zu erkennen. Jede Form der Akne sollte behandelt werden, da sowohl die Gefahr der bleibenden Narbenbildung, wie auch die Belastung der chronischen Entzündungen und potentiellen Abszess Bildungen für den Organismus nicht unwesentlich sind.

Rosacea:

Rosacea – auch Rosazea, Kupferrose oder Rotfinne genannt – ist eine entzündliche Hauterkrankung des Gesichts mit chronischem schubvollem Verlauf. Hauptsächlich betrifft sie das Gesicht (fasciale Rosacea), kann aber auch Dekolleté, Nacken und Kopfhaut befallen (extrafasciale Rosacea – außerhalb des Gesichts). Sie tritt meist im mittleren Erwachsenenalter auf und entwickelt sich progredient in Etappen über Jahre.

Das Erscheinungsbild ist typisch und beginnt meist mit persistierenden Erythemen (meist entzündlich bedingten Hautrötungen), Flushes (anfallsweise auftretenden Rötungen), Teleangiektasien (Erweiterung und Sichtbar werden oberflächlicher Gefäße), Papeln und Pusteln – insbesondere im Wangenbereich, auf der Nase, an Stirn und Kinn. Die Rötungen werden begleitet von Brennen und Stechen, von Hauttrockenheit, Plaques und akneähnlichen (akneiformen) Erscheinungen. Obwohl die periorbitale Region (um die Augen herum) meist auffällig frei von diesen Symptomen bleibt, besteht oftmals eine Bindehautentzündung. Die Gefahr einer Augenbeteiligung bei der Rosacea ist keinesfalls zu unterschätzen und gehört in schulmedizinische Hände.
Die „Knollnase / Kartoffelnase“ (Rhinophym) ist ein Zeichen der fortgeschrittenen Rosacea.

Die Ursache des Krankheitsbildes liegt in einer Abnormität und Überempfindlichkeit der Blutgefäße, die das Gesicht versorgen. (bzw. das Dekolleté). Eine erbliche Vorbelastung ist nicht selten. Durch bestimmte Trigger (fördernde Auslöser) wird die Rötung impliziert und führt später zu erweiterten Adern, entzündlichen Knötchen und Eiterpusteln.

Solche Auslöser können beispielsweise sein:
  • Sonne, Hitze, extreme Klimaschwankungen, extreme Kälte, starker Wind
  • Scharfe Gewürze
  • Kaffee, extrem heiße Getränke
  • Alkohol
  • Keime
  • Vitaminmangel
  • Stress
  • Falsche Hautpflege (Hautreizende Substanzen, fettende Cremes, alkoholische Wässer)

Die knotigen Veränderungen werden mit der Zeit immer stärker und enden bei unsachgemäßer Behandlung in Vermehrung und Verhärtung des gesamten Bindegewebes und im Spätstadium zur Entwicklung einer abnorm großen, roten, wulstigen Nase (Rhinophym). Eine frühe und sachgemäße ärztliche Therapie kann den Verlauf rechtzeitig günstig beeinflussen. Eine alternative Behandlung / Therapie mit intensivem Pulslicht, sowie medizinische Kosmetik sind dabei zwar wichtig, jedoch nur begleitend.

Die Aufklärung des Patienten ist von großer Bedeutung, so daß er die sogenannten Trigger meiden und die richtigen dermokosmetischen Produkte anwenden kann. Den Behandlungserfolg kann der Patient dadurch aktiv und positiv beeinflussen.

Ich berate Sie hierzu gerne. Bei schwerwiegenden Formen werde ich Sie auffordern, diese dermatologisch / internistisch abklären zu lassen und Ihnen einen Therapievorschlag meiner Möglichkeiten wie auch Grenzen aufzeigen.