Chemical Peel

Chemical Peel ist ein Überbegriff für ein Peelingverfahren mit Substanzen, die eine reizende und schälende Wirkung auf die obere Hornschicht der Haut haben, wodurch eine chemische Ablösung von oberen und tiefer gelegenen Hautschichten ausgelöst wird. Dadurch verringert sich die sogenannte Lichtschwiele der Haut, die eine vom Körper unter UV-Lichteinstrahlung selbst gebildete Schutzschicht darstellt. Nach einem Chemical Peel ist diese Lichtschwiele sehr viel dünner, dafür aber auch funktionstüchtiger.
Allerdings darf die Haut während des Behandlungsintervalls keinesfalls dem UV-Licht ausgesetzt werden und ein hoher Sonnenschutzfaktor (SPF, UV-A und UV-B) muss aufgetragen werden. Hierzu berate ich Sie gerne entsprechend Ihrer Hautstruktur.

Ein Chemical Peel kann Hautunregelmäßigkeiten wie grobporige Haut, Mitesser und Akne als auch Alterserscheinungen wie feine Fältchen, Pigmentstörungen, Verhornungsstörungen und Altersflecken durch Verfeinerung der Hautoberflächenstruktur beseitigen. Auch Narben, die z.B. als Folge einer Akne entstanden sind, können behandelt werden. Das Ergebnis ist ein deutlich feineres und glatteres Hautbild. Grobe und große Poren werden deutlich verringert, die Haut erscheint frisch und gesund.

Die Anwendung eines sehr hoch konzentrierten Chemical Peels ist auch für Füße geeignet, die eine starke Überverhornung (Hyperkeratose) aufweisen. Die Fußsohlen werden wieder weich und zart.


Verschiedene Peelingverfahren:

1) Fruchtsäurepeeling mit Glycolsäure:

Glycolsäure zählt zu den Alpha-Hydroxysäuren (AHA) und gehört, da sie in natürlicher Form vorkommt (z.B. im Zuckerrohrsaft oder in unreifen Weintrauben), zu den Fruchtsäuren. Sie ist ungiftig und biologisch abbaubar. Für Fruchtsäurepeelings in der medizinischen Kosmetik wird vorwiegend die Glykolsäure Alpha-Hydroxy-Acid, auch bekannt als AHA, verwendet. Dabei handelt es sich um eine milde organische Salizylsäure, die sich vor allem im Zuckerrohrsaft findet. Glycolsäure dringt aufgrund ihrer kleinmolekularen Struktur besser in die Haut ein als andere Fruchtsäuren, was zu einer intensiveren Wirkung führt.

Sie wird in verschiedenen Konzentrationen angewendet – je nach Befund und Lokalisation – und wird in Form eines Gels aufgetragen. Nach einer gewissen Einwirkzeit wird die Fruchtsäure in Form eines Sprays oder als Creme neutralisiert.

Empfohlener Behandlungsablauf:
Vorgespräch: Aufklärung über das Verfahren und während der Behandlungszeit zu verwendenden Dermokosmetika (wichtig!)
Einführungsphase: Peeling 4 – 6 x einmal wöchentlich (bei milderen Formen alle 2 Wochen) bis zum Erfolg
Erhaltungsphase: Peeling 1 x alle 3 – 6 Wochen, je nach Ausprägungsgrad

Sie müssen wissen, dass Ihre Haut nach der Behandlung über mindestens 3 Tage bis zu 2 Wochen eine starke Rötung (Erythem) aufweisen kann. Es dürfen keine fettenden oder alkoholischen Kosmetika verwandt werden, wenn sich diese schält.

Rötungen und Reizerscheinungen bilden sich zurück, so Sie sich zuverlässig an die Vorgaben halten – das Ergebnis eines attraktiven frischen Hautbildes wird Sie überzeugen!

2) TCA Trichloressigsäure

Ein TCA-Peeling ist deutlich stärker als eine Fruchtsäurebehandlung und die Erholungsphase ist deutlich länger. Trichloressigsäure wird lokal an kleinen Arealen eingesetzt und aufgrund ihrer Aggressivität nur im Herbst und Winter angewendet.

Die starke Schälwirkung des Peelings beginnt nach 1 bis 2 Tagen und kann 5 bis 7 Tage anhalten. Sie sollten daher nach dem Peeling mindestens 5 Tage bis zu einer Woche einplanen, in denen Sie beruflich ausfallen bzw. die Öffentlichkeit meiden. (Ausfallzeit = „down time“). Auch sollten bei dieser Peelingform nach der Behandlung antiseptische Präparate wie auch bleichende Cremes eingesetzt werden, um einer möglichen Hyperpigmetierung vorzubeugen.

3) PQAgeMED (Firma Neomeso)

Dieses revolutionäre Peeling hat es in sich. Es ist das perfekte Pre-Party-Peeling ohne down time, das perfekte Vierjahreszeiten-Peeling, welches Sie sogar im Sommer verwenden können. Atraumatisch, hocheffektiv und ohne Frosteffekt.

Anwendbar sowohl für das Gesicht als auch am ganzen Körper.

Starker Liftingeffekt. Die Haut wird elastischer und kann das ganze Jahr über behandelt werden. Sichtbare Wirkung nach der ersten Behandlung. Keine down time. Für alle Hauttypen geeignet. Sehr starke antivirale und antibakterielle Wirkung. Schmerzfrei und ohne Anwendung von Nadeln. Kein Frosteffekt. Keine Photosensibilität nach der Behandlung.

Speziell entwickelt für die Verjüngung von Gesicht, Hals und Dekolleté: Falten, dehydrierte Haut, Altersflecken durch Sonnenstrahlung. Ebenso wirksam bei Hautschlaffheit im Brustbereich sowie bei Akne mit möglich sichtbarer Verbesserung nach der ersten Behandlung.

CE-zertifiziertes Medizinprodukt.

Kontraindikationen
Photosensibilisierung / Lichtsensibilisierung

Sie sind regelmäßiger Solariumgänger oder planen in Kürze einen Sonnen- oder Skiurlaub? Vielleicht wollen Sie sich nach der Behandlung auch an die Isar legen oder ein sonniges Café aufsuchen zur Erholung der Strapazen. In all diesen Fällen ist eine Behandlung mit Chemical Peel KEINE Option für Sie. Durch Verminderung der Lichtschwiele ist die Haut ganz besonders empfindlich auf UV-Strahlen.

In den ersten 6 Wochen sollten Sie die behandelten Hautareale ganz strikt vor UV-Strahlen schützen. Auch in den darauffolgenden 6 Wochen sollte bei Sonnenexposition ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor benutzt werden.

Ein hoher Schutzfaktor ist – ob bei offensichtlicher oder auch nicht wahrnehmbarer UV-Einstrahlung, die übrigens auch an bewölkten Tagen herrscht – ein Muss. Auch sollten Sie keine photosensibilisierenden Interna oder Externa in dieser Zeit verwenden, wie z.B. Johanniskrautkapseln oder -öl.
Bergamotte, Lavendel, Zitrone oder Zeder erhöhen ebenfalls die Lichtempfindlichkeit der Haut.

Einnahme bestimmter Medikamente

Zahlreiche Arzneimittel können photoallergische und phototoxische Reaktionen auslösen, wie z.B. Antibiotika oder Antihistaminika. Da eine Lichtsensibilisierung durch Arzneimittel insgesamt zunimmt, sollten Sie vor der Wahl einer Chemical-Peel-Behandlung den Beipackzettel Ihrer Medikamente genau ansehen, überprüfen, ob eine „Photosensibilisierung“ als Nebenwirkung aufgeführt ist, und mir Ihre Medikamente im Vorgespräch nennen.

Spezielle Einnahme/Applikation von Retinoiden

Retinoide sind Arzneimittel und Abkömmlinge von Vitamin A. Sie werden äußerlich oder innerlich z.B. zur Behandlung der Schuppenflechte und Akne verwendet, zur allgemeinen Epithelregeneration oder auch bei einem chronischen Handekzem. Wirkstoffe von Retinoiden sind beispielsweise vorhanden in

  • Tretinoin (Vitamin A Säure)
  • Isotreninoin (z.B. systemisch verwandt in den Produkten Acnotin®, Aknefug-ISO®, Aknenormin® (D), Curakne®, Decutan®, Isocutan®, Isoderm®, Isogalen®, Isopel®, Isotret-HEXAL®, Roaccutan ®; sowie topisch in Isotrex-Creme/-Gel® oder Roaccutan-Gel®)
    Eine Behandlung mit Chemical Peel ist erst mindestens 6 Monate nach Absetzen solcher Produkte möglich!
  • Allergien
  • Virusinfektionen (z.B. Herpes simplex)