Altersflecken und / oder hormonelle Pigmentierungen

Ähnlich wie bei der dauerhaften Haarentfernung ist der Zielparameter bei der Behandlung von pigmentierten Läsionen das Melanin. Allerdings werden unterschiedliche Filter in die Xenon-Lichtquelle eingesetzt und auf die richtige Wellenlänge beschränkt. Melanine sind rötliche, braune oder schwarze Pigmente die durch enzymatische Bräunung entstehen. Melanine färben unsere Haut und Augen, bei Tieren das Fell und die Federn. Gebildet werden Melanine von den Melanozyten der Haut und im Auge von der Netzhaut.

Pigmentflecken sind eine begrenzte, gutartige Fehlbildung der Haut die im Gegensatz zu anderen Arten von Naevi aus pigmentbildenden Melanozyten bestehen. Bei einer Hyperpigmentierung kommen diese normalen melaninbildenden Melanozyten entweder vermehrt vor, oder aber sie produzieren einfach mehr Hautpigment bei normaler Anzahl.

Pigmentflecken entstehen also durch Melanozyten. (Höhere Anzahl oder höhere Abgabe von „Farbstoff“). Es sind somit melanozytäre Naevi, oder Pigmentnaevi. Sie müssen streng unterschieden werden von den sogenannten Naevuszellen. Zwar sind Naevuszellen eng verwandt mit den Melanozyten, unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen. Naevuszellen besitzen keine Nervenzellausläufer. Sie sind eher in Nestern angeordnet und können ihr Pigment nicht mehr an die umliegenden Hautzellen abgeben.

Beide – Melanozyten und Naevuszellen können auch in a-typischer Form vorkommen:
als sogenannte dysplastische Naevi, die ihre normale Form verloren haben und viele Zellatypien aufweisen.

In Bezug auf die Behandlung von Pigmentierungen mit dem IPL bedeutet dies, daß im Zweifelsfall eine vorherige Abklärung auf Gutartigkeit durch einen Dermatologen vorausgesetzt wird. Ansonsten werde ich die Behandlung ablehnen.

Die Behandlung von pigmentierten Läsionen mit dem IPL:

Das vom Melanin absorbierte Licht wird in Wärmeenergie umgewandelt. Dieser Vorgang führt zum Zerfall der Pigmentmoleküle, die dann von Phagozyten („Fresszellen“) entfernt, wie auch durch den normalen Prozeß der Hauterneuerung abgetragen werden.

Während der Behandlung wird die Ziel-Läsion in der Regel eine weiß-graue Farbe annehmen und einige Stunden nach der Behandlung dunkler werden. Neben der vorübergehenden Verdunkelung der Pigmentflecken sind Erytheme (Rötungen) der umgebenden Haut durchaus zu erwarten. Auch Schorf- und Blasenbildung sind häufig zu beobachten.

Vermeiden Sie jegliche Manipulation mit Ihren Händen (Infektionsquelle), kein Kratzen oder Abziehen des Schorfes! Dies kann zu Nebenwirkungen führen wie zu Infektionen, bleibender Narbenbildung und dem Entstehen einer Hypo-Pigmentierung an der Stelle, an der vorher eine Überpigmentierung vorlag. Die Gefahr einer bleibenden Narbenbildung wird durch Manipulation und falsch eingesetzte Produkte (z.B. eigene fetthaltige Cremes) induziert.

Es ist sehr wichtig, daß Sie sich an diese Richtlinien halten. Tragen Sie nicht selbstständig irgendwelche Cremes auf, insbesondere keine fetthaltigen. Sie werden genau beraten über die richtige Nachpflege. Eine Nachfolgeuntersuchung wird sehr empfohlen.